Was macht ein Automatisierungsexperte?

Was macht ein Automatisierungsexperte?

Ein Automatisierungsexperte ist eine Fachkraft, die Prozesse in Unternehmen analysiert und technisch so gestaltet, dass Abläufe effizienter und sicherer laufen. Diese Automatisierungsexperte Definition betont sowohl die technische Kompetenz als auch die Beratungskompetenz, die für moderne Fertigung und Dienstleistung nötig sind.

Der Artikel gibt einen produktorientierten Review-Überblick: Er bewertet Werkzeuge, Fähigkeiten und Praxisbeispiele und erklärt Aufgaben Automatisierung in konkreten Anwendungsfällen. Entscheider – etwa Fertigungsleiter, CTOs, Betriebsingenieure, HR-Verantwortliche und IT-Manager in Deutschland – erhalten damit relevante Entscheidungsgrundlagen.

Im Fokus stehen Prozessautomatisierung Deutschland, Automatisierungsberatung und aktuelle Trends wie Industrie 4.0, IoT, Digitalisierung sowie der Fachkräftemangel. So wird klar, welchen Nutzen ein Experte für Kosteneinsparungen, Qualität und Skalierbarkeit bringt.

Meta-Description: Entdecken Sie, was ein Automatisierungsexperte leistet und wie er effizient Prozesse in Unternehmen optimiert.

Was macht ein Automatisierungsexperte?

Ein Automatisierungsexperte konzipiert und steuert komplette Automatisierungslösungen für Industrieanlagen. Er verknüpft Steuerungs- und Regeltechnik mit Prozessverständnis, um Produktionsabläufe sicherer, schneller und effizienter zu machen.

Definition und Kernaufgaben

Die Kernaufgaben umfassen Anforderungsanalyse, Spezifikation von Steuerungs- und Regelungslösungen sowie Programmierung von SPS/PLCs. Er implementiert HMI- und SCADA-Systeme, führt Inbetriebnahmen durch und übernimmt Fehlerdiagnose.

Zusätzlich sorgt er für Maschinensicherheit und funktionale Sicherheit nach Normen wie IEC 61508 oder IEC 62061. Schnittstellenmanagement zwischen OT und IT und die Abstimmung mit Lieferanten wie Siemens, Rockwell Automation oder Beckhoff gehören oft zur Rolle.

Unterschiede zu verwandten Berufsrollen wie SPS-Programmierer und Industrial IT

Ein SPS-Programmierer konzentriert sich primär auf die Programmierung in Tools wie TIA Portal oder Studio 5000. Der Fokus liegt auf Logik und Steuerungsfunktionen. Die Rolle ist praktischer und enger gefasst.

Der Automatisierungsexperte hat ein breiteres Aufgabenspektrum. Er plant Systemarchitekturen, berücksichtigt Prozessanalyse und integriert IT-Komponenten. Dieses Profil zeigt sich deutlich beim Vergleich Automatisierungsingenieur vs SPS-Programmierer.

Industrial IT Spezialisten decken Netzwerke, Cybersecurity und MES-/ERP-Anbindung ab. Industrial IT Unterschiede zum Automatisierungsexperten liegen in der Tiefe der IT-Themen und Cloud-Integration. Der Experte verbindet OT-Wissen mit Steuerungstechnik und praktischer Prozesskenntnis.

Typische Branchen und Anwendungsfelder in Deutschland

Branchen Automatisierung Deutschland ist vielfältig. Wichtige Sektoren sind Automotive, Maschinenbau, Pharma, Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie Chemie.

Weitere Einsatzfelder sind Logistik mit automatisierten Lagern, Energieversorgung und Gebäudeautomation. Projekte reichen von Fertigungsstraßen und Verpackungslinien bis zu Abfüllanlagen und Prozesssteuerung.

Fertigungsautomatisierung spielt in deutschen Produktionsbetrieben eine Hauptrolle. Technologiepartner wie Siemens, Beckhoff und Bosch Rexroth liefern oft die Basis für Steuerungs- und Automatisierungslösungen.

Fähigkeiten und Qualifikationen eines Automatisierungsexperten

Ein Automatisierungsexperte vereint technisches Know-how mit praktischer Erfahrung. Er arbeitet an Steuerungslösungen, optimiert Prozesse und begleitet Inbetriebnahmen. Solche Fähigkeiten Automatisierungsexperte sind für moderne Produktionsanlagen unverzichtbar.

Technische Kenntnisse bilden das Fundament. Die Praxis umfasst Steuerungstechnik, Programmierung nach IEC 61131-3 und den Umgang mit Industrie-PCs. Viele Experten beherrschen Plattformen wie Siemens SIMATIC, Beckhoff TwinCAT und Rockwell.

Wichtige Fähigkeiten sind tiefgehende SPS Kenntnisse und Erfahrung mit Feldbussen Profibus Profinet. Dazu zählen EtherCAT, Modbus und OPC UA. Ergänzt wird das Profil durch Wissen in Antriebstechnik, Sensorik, HMI-Design und Sicherheitsfunktionen wie STO/SS1.

Soft Skills sind genauso wichtig wie Technik. Problemlösung und analytisches Denken helfen bei Fehlersuche und Optimierung. Projektmanagement-Fähigkeiten sichern Termine und Budgets.

Kommunikation ist zentral. Der Experte bereitet technische Inhalte verständlich auf, führt Stakeholder-Gespräche und verhandelt mit Lieferanten. Teamfähigkeit und Führung runden das Profil ab.

Ausbildung variiert von Studium bis zur Berufsausbildung. Typische Wege führen über Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik. Viele kombinieren Praxis mit gezielter Weiterbildung Automatisierung.

Automatisierungszertifikate stärken die Glaubwürdigkeit. Relevante Nachweise sind Siemens S7-Zertifikate, Beckhoff-Schulungen und TÜV-Zertifikate für funktionale Sicherheit. Kurse zu IEC 61508/62061 und OPC UA erweitern Kompetenzfelder.

Praxisnachweise überzeugen Kunden. Referenzprojekte, erfolgreiche Inbetriebnahmen und messbare Verbesserungen wie Produktivitätssteigerungen belegen die Leistung. Automatisierungszertifikate und dokumentierte Erfolge erleichtern die Auftragsvergabe.

Arbeitsalltag und typische Projekte eines Automatisierungsexperten

Der Arbeitsalltag eines Automatisierungsexperten ist geprägt von klaren Projektphasen und praxisnahen Aufgaben. Er bewegt sich zwischen Büroplanung, Werkstattprüfungen und Einsätzen vor Ort. So entstehen Lösungen für Fertigungslinien, Robotik und Prozesssteuerung.

Projektphasen: Analyse, Planung, Implementierung und Inbetriebnahme

  • Analyse: Er beginnt mit der Aufnahme der Ist-Situation, Prozessanalyse sowie dem Erstellen von Lasten- und Pflichtenheft. Risikoanalysen und Anforderungsdefinitionen klären den Umfang.
  • Planung: In der Planungsphase definiert er die Architektur der Steuerungs- und IT-Landschaft und wählt Hardware wie Siemens SIMATIC oder Beckhoff. Schnittstellen und Termine werden festgelegt.
  • Implementierung: Danach folgt die Programmierung der SPS, die Entwicklung von HMI-Bedienoberflächen und Integration von Sensorik und Aktoren. Tests erfolgen oft als Factory Acceptance Test.
  • Inbetriebnahme: Vor Ort stehen On-site-Tests, Site Acceptance Test und die Schulung des Bedienpersonals im Fokus. Die Inbetriebnahme SPS umfasst Abnahme, Dokumentation und Wartungspläne.

Beispielprojekte: Anlagenautomatisierung, Roboterintegration und Prozessoptimierung

  • Anlagenautomatisierung: Komplett automatisierte Produktionslinien für die Automobilzulieferindustrie mit Steuerung, Qualitätsprüfung und Materialflusssteuerung.
  • Roboterintegration: Integration von Industrierobotern wie KUKA, ABB oder FANUC in Montageprozesse. Roboterintegration Projekte umfassen Bahnplanung, Greifersteuerung und Sicherheitszonen.
  • Prozessoptimierung: Maßnahmen wie Closed-Loop-Regelungen oder Rezeptverarbeitung in der Chemie und Pharmaindustrie sorgen für Effizienz. Prozessoptimierung Automatisierung reduziert Ausschuss und steigert OEE.

Wartung, Monitoring und kontinuierliche Verbesserung

  • Wartung: Regelmäßige Wartungszyklen und Serviceverträge sichern Verfügbarkeit. Fernwartung über VPN oder Edge-Devices erleichtert schnelle Eingriffe.
  • Monitoring: Condition Monitoring und Predictive Maintenance mit Plattformen wie Siemens MindSphere oder PTC ThingWorx ermöglichen vorausschauende Instandhaltung.
  • Verbesserung: Datenanalysen identifizieren Einsparpotenziale. Kontinuierliche Verbesserungen zielen auf OEE-Steigerung und Fehlerreduktion.

Werkzeuge und Technologien, die Automatisierungsexperten nutzen

Automatisierungsexperten arbeiten mit einem breiten Set an Tools und Technologien. Sie wählen gezielt Software und Hardware, um Prozesse zu steuern, Daten zu sammeln und Anlagen stabil zu betreiben. Die richtige Kombination aus SPS Entwicklungsumgebung, SCADA MES IoT und modernen Kommunikationsstandards sorgt für robuste Lösungen.

Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen

  • IEC 61131-3-Sprachen wie Structured Text (ST), Ladder Diagram (LD) und Function Block Diagram (FBD) sind Standard für Steuerungslogik.
  • Gängige Entwicklungsumgebungen umfassen TIA Portal für Siemens und TwinCAT von Beckhoff. Diese SPS Entwicklungsumgebung vereinfacht Debugging, Simulation und Versionsverwaltung.
  • Skripte in Python unterstützen Datenanalyse. JavaScript und HTML5 dienen für HMI, während SQL Datenbanken speist. MQTT und REST verbinden IoT-Komponenten.

Hardware: SPS, HMI, Sensorik und Motorik

  • SPS-Plattformen wie Siemens SIMATIC S7/S7-1500 und Beckhoff CX/EL decken viele Automatisierungsaufgaben ab.
  • HMI-Panels und industrielle IPCs von Herstellern wie Siemens und Advantech visualisieren Prozesse und ermöglichen Bedienung vor Ort.
  • Sensorik und Aktorik reichen von Encodern über Temperatursensoren bis zu Servoantrieben und Frequenzumrichtern. Diese Komponenten bilden das Rückgrat der Steuerung.
  • Feldbusse und Ethernet-Switches gewährleisten deterministische Kommunikation. OPC UA dient als einheitliches Protokoll für Datenintegration und Interoperabilität.

Software-Tools: SCADA, MES, IoT-Plattformen und Cloud-Integrationen

  • SCADA-Systeme wie Ignition, AVEVA Wonderware und Siemens WinCC ermöglichen Visualisierung, Alarmierung und langfristige Datenspeicherung.
  • MES-Lösungen und ERP-Integration, etwa mit SAP oder Siemens Opcenter, verbinden Fertigungsdaten mit Geschäftsprozessen.
  • Cloud- und IoT-Plattformen wie MindSphere, PTC ThingWorx, AWS IoT oder Azure IoT werden für Predictive Maintenance, Dashboards und große Datenpipelines genutzt. Solche SCADA MES IoT-Setups liefern entscheidungsrelevante Kennzahlen.
  • Versionierung, Backup und Sicherheitswerkzeuge plus DevOps-Methoden sichern Deployment und Nachvollziehbarkeit von Automatisierungsprojekten.

Vorteile für Unternehmen durch Automatisierungsexperten

Automatisierungsexperten bringen klare wirtschaftliche und technische Vorteile. Sie zeigen auf, wo Prozesse optimiert werden können, setzen Lösungen um und begleiten die Messung von Ergebnissen. Solche Maßnahmen schaffen die Basis für messbare Verbesserungen in Produktion und Qualität.

Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerung

Ein Experte analysiert Durchsatz und Taktzeiten, um Engpässe zu beseitigen. Durch taktoptimierte Abläufe sinken Personalkosten und Stillstandszeiten. ROI-Berechnungen vergleichen Investitionskosten mit Einsparungen durch reduzierte Ausschussraten und höhere Ausbringung.

Messbare KPIs wie OEE-Steigerung oder verkürzte Rüstzeiten machen Kosteneinsparung Automatisierung sichtbar. Unternehmen profitieren kurzfristig von geringeren Betriebskosten und langfristig von stabilisierten Prozessen.

Qualitätsverbesserung und Fehlerreduktion

Inline-Messsysteme und automatisierte Prüfungen reduzieren menschliche Fehler. Einheitliche Prozessführung und lückenlose Dokumentation unterstützen die Einhaltung von GMP und HACCP. Traceability sorgt für Transparenz entlang der Lieferkette.

Qualitätssicherung automatisierte Prozesse zeigt sich in niedrigeren Ausschussraten, geringerer Nacharbeit und weniger Reklamationen. Das stärkt das Vertrauen von Kunden und Zulassungsstellen.

Skalierbarkeit, Flexibilität und Zukunftssicherheit

Modulare Lösungen erlauben einfache Erweiterungen bei neuen Produktvarianten oder steigender Nachfrage. Durch die Vernetzung von OT und IT entsteht eine Datenbasis für spätere Analysen und KI-Anwendungen.

Skalierbare Automatisierung trägt zur digitalen Transformation bei und entlastet Fachkräfte durch Standardisierung. Das schafft Flexibilität für Industrie 4.0 und fördert die Produktivitätssteigerung Industrie 4.0.

Wie man den richtigen Automatisierungsexperten auswählt

Beim Versuch, den richtigen Automatisierungsexperten finden, sollte das Unternehmen zuerst ein präzises Lastenheft erstellen. Dieses Dokument beschreibt Anforderungen, Zeitrahmen und Prüfziele. Es erleichtert die Auswahl Automatisierungsberater durch klare Bewertungsmaßstäbe.

Wertvolle Kriterien sind fachliche Qualifikation und nachweisbare Referenzen SPS-Inbetriebnahme in der jeweiligen Branche, etwa Automotive oder Pharma. Ebenso wichtig ist Erfahrung mit Plattformen wie Siemens TIA Portal, Beckhoff TwinCAT und SCADA-Systemen sowie Kenntnisse relevanter Normen wie IEC 61508 und IEC 62443.

Der Evaluationsprozess umfasst technische Interviews, Proof-of-Concepts oder Pilotprojekte und die Bewertung nach Lösungsansatz, Zeitplan, Kosten und Risikomanagement. Bei der Ausschreibung Automatisierungsprojekt sollten Angebote klare Leistungsbeschreibungen, Zertifikatsnachweise (z. B. TÜV, Herstellerzertifikate) und Kundenkontakte für Referenzgespräche enthalten.

Vertragsgestaltung sollte Vergütungsmodelle wie Festpreis, Time & Material oder meilensteinorientierte Zahlungen berücksichtigen. Es empfiehlt sich, Service-Level-Agreements, Wartungsverträge und Regelungen zu Gewährleistung sowie Eigentumsrechten an Software zu verhandeln. Langfristige Partnerschaften ermöglichen kontinuierliche Optimierung, Schulungen und schnellen Support.

Abschließend ist zu priorisieren, dass der ausgewählte Partner nachweisbare Ergebnisse, transparente Prozesse und eine klare Methodik vorweist. Pilotprojekte reduzieren Risiken und validieren Kompetenz – so lässt sich der richtigen Automatisierungsexperten finden, der nachhaltig Mehrwert liefert.

FAQ

Was macht ein Automatisierungsexperte?

Ein Automatisierungsexperte plant, entwickelt, implementiert und optimiert automatisierte Systeme zur Steuerung von Maschinen, Produktionslinien und Prozessen. Er führt Anforderungsanalysen durch, spezifiziert Steuerungs- und Regelungslösungen, programmiert SPS/PLCs, integriert HMI/SCADA-Systeme, begleitet Inbetriebnahmen und dokumentiert Ergebnisse. Zudem sorgt er für funktionale Sicherheit nach Standards wie IEC 61508/IEC 62061 und koordiniert Schnittstellen zwischen OT und IT.

Worin unterscheidet sich ein Automatisierungsexperte von einem SPS‑Programmierer oder Industrial‑IT‑Spezialisten?

Ein SPS‑Programmierer konzentriert sich vor allem auf die Programmierung von Steuerungen (z. B. Siemens STEP7/TIA Portal oder Rockwell Studio 5000). Industrial‑IT‑Spezialisten decken Netzwerke, Cybersecurity und MES/ERP‑Integration ab. Der Automatisierungsexperte verbindet diese Bereiche: Er betrachtet die Gesamtanlage, entwirft Systemarchitekturen, integriert SPS, HMI, SCADA und OT/IT‑Schnittstellen und verantwortet oft Projekt‑ und Lieferantenkoordination.

In welchen Branchen ist die Expertise besonders gefragt?

Typische Branchen in Deutschland sind Automotive, Maschinenbau, Pharma, Lebensmittel und Getränke, Chemie, Logistik/Automatisierte Lager sowie Energieversorgung. Anwendungsfelder reichen von Fertigungsstraßen und Verpackungslinien über Abfüllanlagen und Prozessindustrie bis hin zu Gebäudeautomation und Intralogistik.

Welche technischen Kenntnisse muss ein Automatisierungsexperte mitbringen?

Er sollte fundierte Kenntnisse in Steuerungstechnik und SPS‑Programmierung (IEC 61131‑3: Structured Text, Ladder, FBD, SFC) besitzen. Erfahrung mit Plattformen wie Siemens SIMATIC (TIA Portal), Beckhoff TwinCAT oder Rockwell, sowie mit Feldbussen und Industrial Ethernet (PROFIBUS, PROFINET, EtherCAT, OPC UA) ist wichtig. Weitere Skills umfassen IPCs, HMI‑Design, Antriebstechnik, Sensorik/Aktuatorik und Sicherheits‑SPS.

Welche Soft Skills sind für den Job entscheidend?

Problemlösungsfähigkeit und analytisches Denken sind zentral für Fehlersuche und Optimierung. Projektmanagement‑Kompetenzen (Planung, Risikomanagement, Zeit‑ und Ressourcenplanung) und Kommunikationsstärke für Stakeholder‑Management sind genauso wichtig wie Teamfähigkeit und Leitungserfahrung in interdisziplinären Projektteams.

Welche Ausbildungen und Zertifizierungen sind typisch?

Häufige Ausbildungswege sind ein Studium in Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik oder eine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik mit Weiterbildung. Relevante Zertifikate umfassen Siemens S7‑Schulungen, Beckhoff‑Zertifikate, TÜV‑Zertifikate für funktionale Sicherheit, IEC‑Schulungen und Kurse zu OPC UA oder Industrial‑IoT‑Plattformen.

Wie sieht ein typischer Projektablauf aus?

Projekte gliedern sich meist in Analyse (Ist‑Aufnahme, Lasten‑/Pflichtenheft), Planung (Architektur, Hardware/Software‑Auswahl), Implementierung (SPS‑Programmierung, HMI, Tests) und Inbetriebnahme (On‑Site‑Tests, Abnahme, Schulung). Abschließend folgen Wartung, Monitoring und kontinuierliche Verbesserung mittels Datenanalyse und Predictive Maintenance.

Welche Werkzeuge und Technologien nutzt ein Automatisierungsexperte?

Er arbeitet mit IEC 61131‑3‑Sprachen (ST, LD, FBD, SFC), Entwicklungsumgebungen wie TIA Portal, TwinCAT, Codesys oder Studio 5000 sowie mit Python, SQL und Webtechnologien für HMI. Hardware umfasst SPS (Siemens SIMATIC, Beckhoff, Rockwell), HMI/IPC, Sensorik, Antriebe (Siemens SINAMICS, ABB), sowie SCADA (Ignition, WinCC), MES/ERP‑Schnittstellen und IoT‑Plattformen wie MindSphere oder AWS IoT.

Welche messbaren Vorteile bringen Automatisierungsexperten Unternehmen?

Sie steigern Produktivität und OEE, senken Stillstandszeiten und Personalkosten, reduzieren Ausschuss und Nacharbeit und verbessern Qualitätskennzahlen. Automatisierung schafft Traceability und Einhaltung regulatorischer Vorgaben (GMP, HACCP). Modularität und IoT‑Integration sorgen für Skalierbarkeit, Flexibilität und Zukunftssicherheit.

Wie wählt ein Unternehmen den richtigen Automatisierungsexperten aus?

Kriterien sind fachliche Qualifikation, branchenspezifische Projektreferenzen, Erfahrung mit relevanten Plattformen (z. B. Siemens TIA Portal, Beckhoff TwinCAT), Zertifizierungen (IEC, TÜV) sowie Soft Skills und Supportangebote. Empfehlenswert sind detailliertes Lastenheft, technische Interviews, Proof‑of‑Concepts, Prüfung von Referenzen und transparente Vertragsmodelle (Festpreis, Time & Material, SLAs).

Wann lohnt sich ein Pilotprojekt oder Proof of Concept?

Bei hoher Komplexität, neuartigen Technologien oder großem Investitionsvolumen reduziert ein Pilotprojekt Risiken. Ein PoC bewertet Machbarkeit, Kosten, Zeitplan und Effizienzgewinne, validiert Schnittstellen (OT/IT) und liefert belastbare Entscheidungsgrundlagen vor Serienimplementierung.

Welche Rolle spielen Hersteller und Lieferanten wie Siemens, Beckhoff oder KUKA?

Hersteller liefern zentrale Hardware‑ und Softwarekomponenten sowie Schulungen und Support. Siemens, Beckhoff, Rockwell, KUKA und ABB sind in vielen Projekten Partner für SPS, Antriebe, Roboter und SCADA. Ein Automatisierungsexperte koordiniert diese Lieferanten, wählt kompatible Produkte und stellt Integrationsqualität sicher.

Wie wichtig ist Cybersicherheit in Automatisierungsprojekten?

Sehr wichtig. OT/IT‑Schnittstellen müssen nach IEC‑ und ISA‑Standards abgesichert werden. Maßnahmen umfassen Netzwerksegmentierung, Firewalls, VPN‑Zugänge, regelmäßige Sicherheitsupdates, Zugangskonzepte sowie Schulung des Personals. Zertifikate und Audits (z. B. IEC 62443) sind empfehlenswert.

Welche KPIs helfen, den Erfolg einer Automatisierungsmaßnahme zu messen?

Relevante KPIs sind OEE, Produktionsdurchsatz, Ausschussrate, mittlere Reparaturzeit (MTTR), Stillstandszeiten, Rüstzeiten und Return on Investment (ROI). Auch Kennzahlen zu Qualitätsverbesserung, Energieverbrauch und Wartungskosten geben Aufschluss über den Projekterfolg.

Wie unterstützt Automatisierung den Fachkräftemangel?

Automatisierung reduziert Abhängigkeit von spezialisierten manuellen Tätigkeiten durch Standardisierung und intelligente Steuerung. Sie ermöglicht effizientere Nutzung vorhandener Mitarbeiter, vereinfacht Schulungen durch intuitive HMI und Remote‑Support und schafft skalierbare Prozesse, die weniger Personalintensiv sind.

Welche Rolle spielen Cloud‑ und IIoT‑Plattformen wie MindSphere oder ThingWorx?

Sie aggregieren Anlagen‑ und Sensordaten, ermöglichen Predictive Maintenance, Dashboards und Advanced Analytics. Plattformen wie Siemens MindSphere oder PTC ThingWorx helfen bei der Datenintegration, dem Condition Monitoring und der Entwicklung neuer Services, erhöhen Transparenz und unterstützen datengetriebene Optimierung.