Warum sind Prozessautomatisierungs-Services relevant?

Warum sind Prozessautomatisierungs-Services relevant?

Prozessautomatisierungs-Services gewinnen in Deutschland spürbar an Bedeutung. Der digitale Wandel, der Fachkräftemangel und die steigende Nachfrage nach effizienten Lösungen treiben diese Entwicklung voran. Unternehmen fragen sich daher: Warum sind Prozessautomatisierungs-Services relevant?

Die Relevanz zeigt sich vor allem in vier Bereichen: Effizienzsteigerung, Kostensenkung, Qualitätsverbesserung und Compliance-Unterstützung. Diese Business Process Automation Vorteile helfen IT-Leitern, CFOs und Prozessverantwortlichen, wiederkehrende Aufgaben zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.

Aus einer Produktbewertungsperspektive betrachtet der Artikel Automatisierungs-Services Deutschland als Dienstleistung, die Nutzen, Einsatzszenarien und Auswahlkriterien liefert. Er richtet sich an Mittelstand wie Konzerne und zeigt praxisnahe Einsatzfelder.

Im weiteren Verlauf werden Definition und Abgrenzung erläutert, wirtschaftliche Vorteile dargestellt und technologische Grundlagen wie RPA und KI erklärt. Fallbeispiele aus Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und Logistik sowie Implementierungsstrategien und Kaufkriterien runden die Betrachtung ab.

Warum sind Prozessautomatisierungs-Services relevant?

Prozessautomatisierungs-Services verbinden Technik und Geschäftslogik, um wiederkehrende Abläufe effizienter zu gestalten. Sie schaffen Transparenz, reduzieren Fehler und geben Mitarbeitenden Zeit für anspruchsvollere Aufgaben.

Definition und Abgrenzung von Prozessautomatisierung

Als Definition Prozessautomatisierung gilt die Digitalisierung, Orchestrierung und vollständige Automatisierung ganzer Geschäftsprozesse. Das umfasst Tools wie Robotic Process Automation, BPM-Systeme und Integrationsplattformen.

Praktische Beispiele sind Rechnungseingangsbearbeitung, Mitarbeiter-Onboarding und Bestellabwicklung. Solche End-to-End-Lösungen verknüpfen Datenquellen, Regelwerke und Schnittstellen.

Unterschied zu einfachen Softwarelösungen

Bei der Abgrenzung RPA vs Software zeigt sich ein klarer Unterschied. Standard-Software liefert oft isolierte Funktionen. RPA und Automatisierungs-Services orchestrieren mehrere Systeme und automatisieren vollständige Abläufe.

Bekannte Technologien zur Einordnung sind UiPath, Automation Anywhere und Blue Prism im RPA-Bereich sowie Camunda und Appian für BPM. Diese Plattformen bieten Integrationsfähigkeit, Anpassbarkeit und Orchestrierung.

Bedeutung für verschiedene Unternehmensgrößen

Automatisierung KMU bringt schnelle Amortisation durch Zeitersparnis und weniger manuelle Fehler. Kleine und mittlere Unternehmen steigern so ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Der Mittelstand profitiert von Skalierbarkeit und Anpassung an branchenspezifische Anforderungen. International expandierende Firmen nutzen Automatisierung zur Standardisierung.

Enterprise Process Automation hilft Großunternehmen, heterogene IT-Landschaften zu konsolidieren. Governance und Compliance lassen sich zentral steuern, was komplexe End-to-End-Prozesse unterstützt.

  • Typische Startprozesse: hohes Volumen, repetitiv, regelbasiert.
  • Beispiele: Rechnungsprüfung, Stammdatenpflege, einfache Kreditentscheidungen.

Wirtschaftliche Vorteile von Prozessautomatisierungs-Services

Prozessautomatisierungs-Services schaffen klare wirtschaftliche Effekte, die sich in Betriebskennzahlen und Kostenstrukturen zeigen. Sie reduzieren repetitive Arbeit, verkürzen Durchlaufzeiten und erlauben eine flexible Anpassung an Nachfragehöhen.

Kosteneinsparungen durch Reduktion manueller Aufgaben

Automatisierte Vorgänge senken Personalkosten für Routineaufgaben. Bei der Rechnungsverarbeitung sinken Bearbeitungszeit und Fehlerkosten. Unternehmen berücksichtigen beim Total Cost of Ownership Lizenz-, Implementierungs- und Wartungskosten gegenüber eingesparten Arbeitsstunden.

Produktivitätssteigerung und schnellere Durchlaufzeiten

Prozesse laufen schneller ab, was die Fallabschlussrate pro Mitarbeiter erhöht. Kürzere Durchlaufzeiten verbessern die Kundenreaktionszeit. Die Produktivitätssteigerung Automatisierung ermöglicht es, Mitarbeiter auf wertschöpfende Tätigkeiten wie Beratung und Analyse zu konzentrieren.

Skalierbarkeit und Ressourcenschonung

Mit skalierbarer Automatisierung lassen sich Volumina ohne proportionale Personalaufstockung verarbeiten. Cloud-gestützte Lösungen bieten elastische Kapazitäten, On-Premise-Installationen liefern Kontrolle bei hoher Last. Weniger Papier und effizientere Servernutzung tragen zusätzlich zur Nachhaltigkeit bei.

  • Quantitative Effekte: geringere Lohnkosten und weniger Nacharbeiten.
  • Auswahlkriterien: TCO-Betrachtung und erwartete Einsparungen.
  • Kennzahlen: Durchlaufzeit, First-Time-Right-Rate und Volumen pro Zeit.

Qualitäts- und Compliance-Vorteile

Automatisierte Abläufe bringen sichtbare Qualitätsgewinne. Bei klar definierten Regeln sinken manuelle Fehler, Prozesse laufen gleichmäßig und Ergebnisse werden vergleichbar.

Fehlerreduktion und konsistente Ergebnisse

Robotic-Tools prüfen Eingaben, führen Plausibilitätschecks durch und standardisieren Dokumente. Das reduziert Nacharbeit und verbessert Service-Level.

Praktische Beispiele sind Validierung von Kundendaten, automatische Formatierung von Rechnungen und standardisierte Genehmigungswege.

Die Kombination aus Regeln und Monitoring fördert messbare Fehlerreduktion RPA im Tagesgeschäft.

Nachverfolgbarkeit und Audit-Ready Prozesse

Automatisierte Systeme protokollieren Schritte, Zeitstempel und Entscheidungspfade. Diese Logs sind revisionssicher und erleichtern Prüfungen.

Reporting-Funktionen liefern KPIs für interne Kontrollen und externe Audits. Das schafft Transparenz bei der Prozessperformance.

Audit-Ready Workflows stellen sicher, dass Prüfer nachvollziehen können, wer wann welche Aktion ausgelöst hat.

Unterstützung bei regulatorischen Anforderungen

Branchen wie Finanzdienstleistungen und Gesundheitswesen profitieren stark von Compliance Prozessautomatisierung. Regeln werden einheitlich angewandt und dokumentiert.

Automatisierung hilft bei DSGVO-konformer Datenverarbeitung und bei GoBD-konformen Buchungsabläufen. Rollenbasierte Zugriffe und Privacy-by-Design-Ansätze stärken den Schutz sensibler Informationen.

So lassen sich regulatorische Vorgaben zuverlässig umsetzen und der Aufwand für Nachweise reduziert sich.

Technologische Grundlagen und gängige Tools

Moderne Prozessautomatisierung stützt sich auf mehrere Technologien, die zusammen Abläufe digitalisieren und beschleunigen. Dieser Abschnitt erläutert die Kernkomponenten, typische Einsatzzwecke und bekannte Anbieter, damit Unternehmen die richtige Kombination wählen können.

Robotic Process Automation

RPA emuliert Benutzerinteraktionen mit Oberflächen und automatisiert repetitive, regelbasierte Aufgaben. Typische Anwendungsfälle sind Datenübertragungen zwischen Systemen ohne API und Interaktionen mit Legacy-Anwendungen.

  • Gängige Anbieter sind UiPath, Automation Anywhere und Blue Prism.
  • Unterschiede zeigen sich bei Skalierbarkeit, Orchestrierung und Lizenzmodellen.
  • RPA Tools passen gut dort, wo schnelle Automatisierung ohne tiefe Integrationen erforderlich ist.

Workflow- und BPM-Systeme

BPM Systeme modellieren, orchestrieren und optimieren Geschäftsprozesse auf Prozess- und Entscheidungsebene. Sie ermöglichen Prozessmodellierung in BPMN, integrieren menschliche Tasks und liefern Monitoring-Funktionen.

  • Bekannte Plattformen sind Camunda, Appian und IBM Business Automation.
  • Diese Systeme eignen sich für durchgängige Prozesslandschaften und komplexe Entscheidungslogiken.
  • Integrationen zu bestehenden Systemen werden über APIs und Connectoren realisiert.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning

KI Automatisierung erweitert die Einsatzmöglichkeiten durch Dokumentenverarbeitung, Klassifikation und Entscheidungsunterstützung. Kombiniert mit RPA entsteht intelligente Automatisierung, die mehr Prozesse abdeckt.

  • Machine Learning Prozessautomatisierung nutzt TensorFlow oder PyTorch für Modelltraining.
  • Speziell für Dokumente bieten ABBYY und Google Document AI leistungsfähige Lösungen.
  • Typische Use Cases sind OCR plus NLP für Rechnungsverarbeitung und Vorhersagemodelle für Workflow-Priorisierung.

Integrationslayer und Sicherheit

Stabile Verbindungen zwischen Anwendungen sind zentral. iPaaS-Lösungen wie MuleSoft und Dell Boomi erleichtern API-Management und Datenfluss. Authentifizierung, Verschlüsselung und Identity-Management sichern den Betrieb.

  • Schnittstellen reduzieren Fehler und verbessern Performance.
  • API-gesteuerte Architektur erlaubt Skalierbarkeit und flexible Rollouts.
  • Sicherheitskonzepte sind Pflicht bei produktiven Automatisierungen.

Branchenbeispiele: Wo Prozessautomatisierungs-Services besonders relevant sind

Prozessautomatisierungs-Services zeigen in verschiedenen Branchen ihren praktischen Nutzen. Der Fokus liegt auf klaren Anwendungsfällen, messbaren Vorteilen und konkreten Integrationspfaden. Drei Bereiche stehen dabei besonders im Mittelpunkt.

Finanzdienstleistungen und Buchhaltung

Im Bankwesen beschleunigen automatisierte Kreditanträge, KYC-Prüfungen und Zahlungsabwicklungen tägliche Abläufe. Durch Automatisierung Finanzdienstleistungen sinken Bearbeitungszeiten; das reduziert Kosten und mindert Betrugsrisiken.

Rechnungsverarbeitung und Dokumentenprüfung laufen konsistenter ab. Deutsche Institute wie Deutsche Bank und Commerzbank nutzen Workflows, um Compliance-Anforderungen einfacher zu erfüllen.

Gesundheitswesen und Patientendatenverwaltung

Bei der Patientenaufnahme und Abrechnung mit Krankenkassen bringt Automatisierung Gesundheitswesen spürbare Entlastung für medizinisches Personal. Terminmanagement und Dokumentenklassifikation sorgen für schnelleren Zugriff auf Patienteninformationen.

Die Einhaltung der DSGVO bleibt zentral. Kliniken und MVZ profitieren, weil Datenqualität steigt und Prozesse reproduzierbar dokumentiert werden.

Logistik, Produktion und Supply Chain

In Lager und Produktion optimiert Supply Chain Automatisierung Auftragsabwicklung, Sendungsverfolgung und Bestandsmanagement. Unternehmen wie DHL und Siemens verknüpfen Automatisierung mit IoT und MES für Echtzeit-Orchestrierung.

Das Ergebnis sind höhere Lieferzuverlässigkeit und reduzierte Lagerkosten. Retourenprozesse werden schneller bearbeitet; das erhöht Kundenzufriedenheit.

Die drei Bereiche zeigen, wie Prozessautomatisierungs-Services konkrete Schwachstellen beseitigen. Wer gezielt Anwendungsfälle identifiziert, erreicht rasche Effekte in Effizienz, Qualität und Compliance.

Implementierungsprozess und Best Practices

Die Implementierung von Automatisierung beginnt mit einer klaren Analyse. Unternehmen sollten Prozesse nach Volumen, Komplexität und Standardisierbarkeit priorisieren. Methodisch hilft Prozessmapping, Wertstromanalyse und ROI-Berechnung, um Potenziale transparent zu machen.

Digitale Tools unterstützen datenbasiert die Auswahl geeigneter Kandidaten. Process Mining-Lösungen wie Celonis liefern Ablaufdaten, die Regelbasiertheit und Ausnahmehäufigkeit sichtbar machen. Dabei sind Anzahl manueller Schritte und Fehleranfälligkeit wichtige Entscheidungsfaktoren.

Bei der Umsetzung empfiehlt sich ein gestaffeltes Vorgehen. Ein Proof of Concept zeigt technische Machbarkeit. Ein Pilotprozess mit geringerer Komplexität schafft schnelle Erfolgserlebnisse. Ein anschließender, schrittweiser Rollout reduziert Risiko und erhöht Akzeptanz.

Best Practices RPA Rollout

  • KPIs von Beginn an definieren und messen.
  • Governance-Strukturen sowie ein zentrales Center of Excellence etablieren.
  • Standardisierte Entwicklungs- und Testprozesse einführen.

Operative Abläufe brauchen klare Verantwortlichkeiten. Ein CoE sorgt für Skalierung, Qualität und Wiederverwendbarkeit von Komponenten. Diese Maßnahmen beschleunigen die Implementierung Prozessautomatisierung im gesamten Unternehmen.

Change Management Automatisierung ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Mitarbeiterakzeptanz hängt von transparenter Kommunikation über Ziele und Auswirkungen ab. Schulungen und neue Rollenprofile wie Automation Engineer und Citizen Developer fördern Kompetenzaufbau.

Kontinuierlicher Support und Einbindung der Fachbereiche in Design und Test schaffen Vertrauen. Eine Kultur, die datengestützt und agil arbeitet, fördert Verbesserungen und erhöht die Bereitschaft, automatisierte Lösungen zu nutzen.

Zur Priorisierung empfiehlt sich eine checklistenbasierte Bewertung. Kriterien sind technische Machbarkeit, erwarteter Nutzen, Sicherheitsanforderungen und Integrationsaufwand. So lassen sich Ressourcen gezielt auf die vielversprechendsten Projekte lenken.

Häufige Herausforderungen und wie man sie löst

Prozessautomatisierung bringt viele Chancen. Sie trifft auf technische, kulturelle und rechtliche Hürden, die sorgfältig adressiert werden müssen. Die folgenden Abschnitte zeigen konkrete Ursachen und pragmatische Lösungen.

Technische Integrationsprobleme

Häufig entstehen Integrationsprobleme RPA durch heterogene Legacy-Systeme ohne APIs und durch schlechte Datenqualität. Fehlende Standardisierung verstärkt das Problem.

  • Einsetzbare Maßnahmen: Integrationsplattformen (iPaaS) und eine API-First-Strategie.
  • Praktische Schritte: Data-Cleansing-Initiativen und hybride Ansätze, die RPA mit APIs kombinieren.
  • Betriebsreife: Monitoring, Exception-Handling und robuste Error-Handling-Strategien sichern den laufenden Betrieb.

Widerstand der Mitarbeiter und kulturelle Barrieren

Angst vor Arbeitsplatzverlust und mangelndes Verständnis für Automatisierungsziele führen zum Widerstand. Diese Risiken lassen sich durch transparente Kommunikation reduzieren.

  1. Mitarbeiter beteiligen: Beteiligung am Design schafft Akzeptanz.
  2. Kompetenzen stärken: Umschulung und Weiterbildungsprogramme erlauben neue Rollen.
  3. Narrativ ändern: Automatisierung als Chance zur Aufwertung von Tätigkeiten darstellen, nicht nur als Kostensenkung.

Sicherheits- und Datenschutzbedenken

Automatisierte Prozesse bergen Risiken wie unautorisierte Datenzugriffe und inkorrekte Datenspeicherung. Datenschutz Automatisierung erfordert klare Regeln und technische Kontrollen.

  • Technische Maßnahmen: Rollenbasierte Zugriffssteuerung und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
  • Compliance: Einhaltung der DSGVO und regelmäßige Security-Audits schaffen Vertrauen.
  • Governance: Logging, Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und Data-Governance-Richtlinien sichern Compliance.

Kaufkriterien und Bewertung von Prozessautomatisierungs-Services

Bei der Auswahl von Prozessautomatisierungs-Services sollten Funktionalität und Integrationsfähigkeit im Vordergrund stehen. Entscheidend ist, ob die Lösung RPA, API-Integration und KI-Funktionen unterstützt, wie umfassend Prozessmodellierung und Orchestrierung sind und ob Konnektoren zu Systemen wie SAP, Salesforce oder Microsoft 365 vorhanden sind. Solche Kriterien helfen, eine fundierte Kaufkriterien Prozessautomatisierung-Analyse durchzuführen.

Skalierbarkeit, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit beeinflussen die langfristige Nutzbarkeit. Anbieter müssen Volumenanstiege bewältigen können, Cloud- und On-Premise-Optionen bieten und DSGVO-konforme Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung, rollenbasierte Zugriffe und Audit-Logs bereitstellen. Low-Code- und No-Code-Funktionen erleichtern Citizen Developer-Einsatz und reduzieren Implementierungsaufwand.

Wirtschaftlich lohnt sich ein Blick auf Total Cost of Ownership und Lizenzmodelle. Vergleiche sollten nutzerbasierte, botbasierte und transaktionsbasierte Tarife sowie erwarteten ROI berücksichtigen. Bei der RPA Bewertung sind Referenzen, Erfolgsgeschichten und der Kundenservice wichtige Entscheidungsfaktoren.

Ein strukturierter Entscheidungsprozess empfiehlt RFP, ein Scoring-Modell mit gewichteten Kriterien und eine Pilotphase mit Proof-of-Value. Servicekriterien wie SLA, Schulungen, Professional Services und ein starkes Partnernetzwerk sind praxisrelevant. Bei der Auswahl BPM Anbieter zählt zudem die Roadmap-Kompatibilität und Innovationsfähigkeit, besonders im Bereich KI-Weiterentwicklung. Abschließend helfen Leitfragen — welche Prozesse priorisiert werden, welche Skills intern vorhanden sind und welche Governance nötig ist — beim nächsten Schritt: Pilot starten, ROI messen und Governance einrichten.

FAQ

Warum sind Prozessautomatisierungs-Services heute so relevant für Unternehmen?

Prozessautomatisierungs-Services steigern Effizienz, senken Kosten und verbessern Qualität durch die Automatisierung repetitiver, regelbasierter Abläufe. Der digitale Wandel, der Fachkräftemangel und steigende Nachfrage nach Automatisierungslösungen in Deutschland treiben die Relevanz weiter. Unternehmen jeder Größe profitieren: KMU erzielen schnelle Amortisation, Mittelstand gewinnt Skalierbarkeit, Konzerne konsolidieren heterogene IT-Landschaften und stärken Compliance.

Was versteht man genau unter Prozessautomatisierung und wodurch unterscheidet sie sich von einfachen Softwarelösungen?

Prozessautomatisierung umfasst die End-to-End-Orchestrierung von Geschäftsprozessen mittels RPA, BPM-Systemen und Integrationsplattformen. Im Gegensatz zu punktuellen Softwarefunktionen verbindet sie mehrere Systeme, Datenquellen und Regeln, statt isolierte Tasks zu lösen. Typische Beispiele sind Rechnungsbearbeitung, Mitarbeiter-Onboarding und Bestellabwicklung. Anbieter wie UiPath, Camunda oder Automation Anywhere zeigen die Bandbreite moderner Lösungen.

Welche wirtschaftlichen Vorteile bringen Automatisierungs-Services konkret?

Sie führen zu messbaren Kosteneinsparungen durch weniger manuelle Arbeit, geringere Fehlerkosten und reduzierte Nacharbeit. Zudem verkürzen sie Durchlaufzeiten und erhöhen die Produktivität, sodass Mitarbeitende sich auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren können. Cloud-basierte Services ermöglichen elastische Skalierung, während On-Premise-Optionen Kontrolle bei sensiblen Workloads bieten. Die Betrachtung des Total Cost of Ownership klärt, ob Lizenz- und Implementierungskosten durch Einsparungen überwiegen.

Wie tragen Automatisierungs-Services zur Qualitätsverbesserung und Compliance bei?

Automatisierte Prozesse liefern konsistente, deterministische Ergebnisse und reduzieren Fehler durch Validierungen und Plausibilitätsprüfungen. Systeme protokollieren Aktionen revisionssicher, was Audits und Reporting erleichtert. Branchen wie Finanz- und Gesundheitswesen profitieren besonders, weil Regularien wie DSGVO oder GoBD konsistent umgesetzt werden können. Rollenbasierte Zugriffe und Audit-Logs unterstützen Nachvollziehbarkeit und Governance.

Welche Technologien und Tools sind in der Automatisierung am verbreitetsten?

Wichtige Bausteine sind RPA (z. B. UiPath, Automation Anywhere, Blue Prism) für UI-basierte Automationen, BPM/Workflow-Plattformen (z. B. Camunda, Appian, IBM) für Prozessmodellierung und Orchestrierung sowie KI/ML-Komponenten für Document Intelligence, Klassifikation und Vorhersagen (z. B. ABBYY, Google Document AI, TensorFlow-gestützte Modelle). Integrationslayer und iPaaS-Lösungen wie MuleSoft oder Dell Boomi sichern stabile Schnittstellen zwischen Systemen.

In welchen Branchen zeigen sich die größten Automatisierungspotenziale?

Besonders relevant sind Finanzdienstleistungen (KYC, Kreditprozesse, Rechnungsverarbeitung), Gesundheitswesen (Patientenaufnahme, Abrechnung, Dokumentenklassifikation) sowie Logistik und Produktion (Auftragsabwicklung, Bestandsmanagement, Sendungsverfolgung). Dort führen Automatisierungen zu kürzeren Durchlaufzeiten, besserer Datenqualität und geringeren Kosten.

Wie läuft eine sinnvolle Implementierung von Automatisierungsprojekten ab?

Empfohlen wird ein strukturierter Prozess: Analyse und Process Mining (z. B. Celonis) zur Identifikation geeigneter Prozesse, PoC und Pilotphasen für Quick Wins, gefolgt von schrittweisem Rollout. Governance-Strukturen und ein Center of Excellence helfen bei Skalierung. Wichtig sind klare KPIs, Change Management und zielgerichtete Schulungen für Mitarbeitende und Citizen Developer.

Welche typischen Herausforderungen treten bei Automatisierungsprojekten auf und wie lassen sie sich lösen?

Häufige Probleme sind technische Integrationen in heterogene Legacy-Landschaften, Widerstand der Mitarbeitenden und Datenschutzrisiken. Technische Lösungen umfassen iPaaS, API-First-Strategien und Data-Cleansing. Gegen kulturelle Barrieren helfen transparente Kommunikation, Beteiligung der Teams und Weiterbildungsangebote. Sicherheitsmaßnahmen umfassen rollenbasierte Zugriffe, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und regelmäßige Security-Audits.

Nach welchen Kriterien sollten Unternehmen Automatisierungs-Services auswählen?

Entscheidende Kriterien sind Funktionalität (RPA, API-Integration, KI-Funktionen), Skalierbarkeit, Integrationsfähigkeit mit Systemen wie SAP, Salesforce oder Microsoft 365, Sicherheit/DSGVO-Konformität sowie Benutzerfreundlichkeit (Low-Code/No-Code). Wirtschaftlich betrachtet spielen TCO, Lizenzmodell und erwarteter ROI eine zentrale Rolle. Ein RFP mit Scoring-Modell, Pilotphase und Bewertung von Referenzen hilft bei der Auswahl.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit Automatisierung zu starten?

Der Start lohnt sich, sobald wiederkehrende, volumenstarke und regelbasierte Prozesse identifiziert sind. Frühphasen-Piloten für einfache Prozesse ermöglichen schnelle Erfolge und liefern Daten für ROI-Berechnungen. Unternehmen sollten gleichzeitig Governance und Schulungsmaßnahmen planen, um Skalierung und nachhaltigen Nutzen sicherzustellen.

Welche Anbieter und Partner sollte man bei der Auswahl berücksichtigen?

Neben Kern-Softwareanbietern wie UiPath, Automation Anywhere, Blue Prism, Camunda oder Appian sind Integrationspartner und Beratungsfirmen wichtig. Kriterien für Partnerwahl sind Branchenreferenzen, Support- und Managed-Service-Angebote, Partnernetzwerk sowie Erfahrung mit Cloud- und On-Premise-Implementierungen. Ein starker Implementierungspartner reduziert Projektrisiken erheblich.